Herzlich Willkommen auf der Website des DDR-Kabinett-Bochum e.V. !

Auf den folgenden Seiten unserer Website informieren wir Sie über unsere Dauerausstellung zur DDR, die Vereinsarbeit des DDR-Kabinett-Bochum e.V. sowie über aktuelle Veranstaltungen und neue Exponate.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im DDR-Kabinett-Bochum. Erleben Sie dort eine interessante Reise in die deutsche Geschichte und die Erinnerung an 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik.

 

Ebenso freuen wir uns über Ihren Eintrag in unserem Gästebuch und der Teilnahme an unseren Umfragen, die wir zu verschiedenen Anlässen anbieten werden.

 

In diesem Sinne – Freundschaft !

 

Andreas Maluga

1. Vorsitzender des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

 

Besuch BEI MARCUS SCHMIED im DDR-MUSEUM DABEL - 9. Oktober 2022

Eine sensationelle Zeitreise in die DDR erlebten wir beim Besuch des DDR-Museums Dabel von Marcus Schmied. Auf dem Gelände des ehemaligen Kinderferienlager des VEB Calbe im Landkreis Ludwigslust-Parchim nahe Schwerin präsentiert Marcus seine riesige Sammlung an Alltagskultur. In zwei Hallen liebevoll gestaltet und nach Themengebieten sortiert kann man hier seit 2016 nahezu alle Dinge aus 40 Jahren DDR der Bereiche Lebensmittel, Getränke, Spielwaren, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Freizeitwaren, Unterhaltungselektronik und vieles mehr betrachten.

Die Vielfalt an Dingen ist eigentlich bei einem ersten Besuch nicht fassbar und man benötigt viel Zeit um die Dinge auf sich wirken zu lassen. Wer in der Nähe von Schwerin weilt, sollte sich diese Zeitreise nicht entgehen lassen.

 

Im Anschluss empfehlenswert, die Gastronomie im Museums-Gasthof u.a. mit Thüringer Mutzbraten und selbstgemachtem Kartoffelsalat sowie Softeis aus der DDR-Softeismaschine. Einfach lecker!

 

Wir wünschen Marcus Schmied und seiner Familie weiterhin viel Erfolg und zahlreiche Besucher. Bis bald mal wieder im DDR-Museum Dabel!

 

DDR-Museum Dabel

Liebe Freundinnen und Freunde,
 
zum 25. Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzverordnung (DSGVO) in Kraft und die Übergangsregelung endet. Dies führt zu zahlreichen Änderungen im Bereich des Datenschutzes. Aus diesem Grund haben auch wir unsere Datenschutzhinweise erweitert und aktualisiert.

Der Schutz der Privatsphäre hat für uns einen hohen Stellenwert. Daher möchten wir Euch auf unsere Datenschutzerklärung hinweisen. Diese enthält detaillierte Informationen über unseren Umgang mit personen-bezogenen Daten, wie wir diese schützen und welche Rechte man diesbezüglich hast. Die Datenschutzerklärung findet man in unserem Impressum.

"Der Admiral verlässt das Schiff und tritt seine letzte Reise an." - Wir nehmen Abschied von Admiral a.D. Theodor Hoffmann

Und schon wieder müssen wir Abschied nehmen. Am 1. November 2018 verstarb nach schwerer Krankheit, Admiral a.D. Theodor Hoffmann. Für alle die ihn persönlich kannten und unter seinem Kommando ihren Ehrendienst bei der Volksmarine leisteten, ist es ein schmerzlicher Verlust. 

 
Für seine Leistungen zum Schutz der Deutschen Demokratischen Republik wurde Admiral a.D. Theodor Hoffmann mit hohen staatlichen und militärischen Auszeichnungen, darunter dem Vaterländischen Verdienstorden, dem Scharnhorst-Orden, dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland u.a., geehrt. Bis zum letzten Tag kämpfte er aktiv für die Rechte der ehemaligen Angehörigen der bewaffneten Organe der DDR, sowie gegen die Verfälschung der Geschichte der DDR und ihrer bewaffneten Kräfte. U.a. war er mehrere Jahre Vorsitzender des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.
 
Auch die Arbeit des DDR-Kabinett-Bochum begleitete er in den letzten Jahren sehr aufmerksam und solidarisch. Ein Höhepunkt der Wertschätzung war die Teilnahme von Admiral a.D. Theodor Hoffmann auf unserer Festveranstaltung am 8. Oktober 2016, in Erinnerung an den 67. Jahrestag der Gründung der DDR.
 
In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Genossinnen und Genossen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und verneigen uns im stillen Gedenken.
 
Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

ERFOLGREICHE TEILNAHME DES DDR-KABINETT-BOCHUM am 20. UZ-Pressefest 2018

Wer das 20. UZ-Pressefest im Revierpark Dortmund-Wischlingen besuchte, sah in viele zufriedene Gesichter. Besuchten doch insgesamt an die 40.000 Menschen dieses Fest für Frieden und Solidarität. Zur guten Stimmung trug neben dem spät-sommerlichen Wetter vor allem die fast unüberschaubare Programm-vielfalt an Kultur und Diskussions-und Informationsrunden bei. Bereits am Freitagabend war nicht zu übersehen, dass das UZ-Pressefest gut besucht war – von der Hauptbühne bis zum Roten Marktplatz, in der Casa Cuba und auf dem Leninplatz im Ernst-Thälmann-Zelt des DDR-Kabinett-Bochum und der GRH. Politischer Höhepunkt des UZ-Pressefestes war sicherlich das „Antikriegs-Meeting“ am Samstag auf der Hauptbühne. Patrik Köbele als Parteivorsitzender der DKP konnte hier fast 30.000 Unterschriften für den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ an Reiner Braun, einen der Initiatoren der Kampagne, übergeben. Egon Krenz und Petr Parkhitko von der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation kritisierten die Kalten Krieger in Bundesregierung und NATO und ihre Konfrontationspolitik gegenüber Russland. Die internationalen Gäste des UZ-Pressefestes setzen mit einem gemeinsamen Auftritt auf der Hauptbühne ein Zeichen gegen Aufrüstung und die Kriege der NATO.

Über alle drei Tage herrschte auch bei uns im Ernst-Thälmann-Zelt großer Andrang. Neben einer gut besuchten Mitgliederversammlung, die eine Änderung der Satzung zur Erweiterung des Vorstandes beschloss, ging es nahtlos in die erste Veranstaltung unter dem Thema "Solidarität mit den Volksrepubliken im Donbass und Frieden mit Russland" weiter. In Kürze werden wir über die weiteren Veranstaltungshöhepunkte in unserem Zelt berichten.

BILDER-IMPRESSIONEN AUS DEM ERNST-THÄLMANN-ZELT DES DDR-KABINETT-BOCHUM AUF DEM 20. UZ-PRESSEFEST 2018

DAS WAR UNSER PROGRAMM Auf dem 20. UZ-Pressefest 2018

3 Tage volles Programm im Zelt des DDR-Kabinett-Bochum
Programm_Ernst_Thaelmann_Zelt_2018.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]

Armin Stolper: Dramaturg - Schriftsteller - Stückeschreiber - Kommunist - DDR-Bürger   -   SONDERAUSSTELLUNG AB DEM 23. MÄRZ 2018:

Zum 84. Geburtstag des Dramaturgen und Schriftstellers Armin Stolper, eröffnen wir am 23. März 2018 in den Räumen des DDR-Kabinett-Bochum eine Sonderausstellung zu seinem künstlerischen Schaffen in der DDR. Neben seinen Büchern stellen wir die kompletten Auszeichnungen mit Urkunden, Einladungen und Glückwunschschreiben zu den Auszeichnungsakten, Dokumente über seinen Werdegang vom Theater der Bergarbeiter in Senftenberg zum Stadttheater Cottbus, dem Landestheater Halle/S., seine Berufung zum Chefdramaturgen am Deutschen Theater in Berlin und dem Maxim-Gorki Theater, aus. Abgerundet wird die Ausstellung durch Theaterprogramme seiner Inszenierungen. 

72. Jahrestag des Sieges über den Faschismus - 9. Mai 2017 - sowjetisches Ehrenmal in Treptow

Ein Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen - In tiefer Trauer um Armeegeneral a.D. Heinz Keßler 

In tiefer Betroffenheit trauern wir um unseren lieben Freund und aufrichtigen Genossen, Armeegeneral a.D. Heinz Keßler, der am 2. Mai 2017 im Alter von 97 Jahren völlig unerwartet verstorben ist. 
 
Mit Heinz verlieren wir einen schwer zu ersetzenden, treuen Kämpfer. Seine Lebensleistungen im Kampf gegen den Hitlerfaschismus, dem Aufbau eines besseren Deutschland,  seine vielzähligen Funktionen in der Staats- und Parteiführung der Deutschen Demokratischen Republik -zuletzt als Armeegeneral und Minister für Nationale Verteidigung- verdienen hohe Anerkennung und Hochachtung.

Seine bis ins hohe Alter scharfsinnige und sachkundige Analyse der politischen Lage in Deutschland und in der Welt wird uns auch in Zukunft in Erinnerung bleiben. In den vergangenen 28 Jahren nach der Konterrevolution in der DDR hat er sich konsequent mit dem herrschenden Zeitgeist auseinandergesetzt. Der gewollten Delegitimierung der DDR ist er mit seiner beeindruckenden Rede vor dem Gericht der Klassenjustiz offensiv entgegengetreten. Heinz war ein unbeugsamer Kämpfer für Frieden und Antifaschismus und standhafter Kommunist. 
 
Mit unserer Arbeit im DDR-Kabinett-Bochum war Heinz Keßler von Beginn an solidarisch verbunden und jede einzelne Begegnung mit ihm wird uns tief im Gedächtnis bleiben. In Gedanken sind wir jetzt ebenfalls bei seiner Familie, den Kindern und Enkelkindern, seinen Freunden und Genossinnen und Genossen.

Wir verneigen uns mit größter Hochachtung vor ihm und werden Heinz stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

Sowjetfahnen sieht man besser - Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten !   -    9. Mai 2017 Sowjetisches Ehrenmal - Berlin-Treptow

Auch in diesem Jahr möchten wir alle Freundinnen und Freunde des DDR-Kabinett-Bochum aufrufen, uns am 9. Mai 2017, zum 72. Jahrestag des Sieges über den Faschismus, wieder mit zahlreichen Sowjetfahnen an der Skulptur des knienden sowjetischen Soldaten zu treffen und dann gemeinsam Blumen am Ehrenmal nieder zu legen. 

Nie wieder Faschismus in Europa! Freundschaft mit Russland! Solidarität mit dem antifaschistischen Kampf im Donbass!
 
Treffpunkt: Montag, 9. Mai 2017, 10:00 Uhr, 
an der Skulptur der knienden Soldaten 
am sowjetischen Ehrenmal, Berlin-Treptow.
 

Gleichzeitig rufen wir dazu auf, sich an den Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung, am 8.Mai, in Berlin oder anderen Orten zu beteiligen.

29. Wanderaustellung "Der Palast lebt - trotz alledem"

APPELL - HÄNDE WEG VON RUSSLAND!

Es ist unglaublich und empörend. Panzer rollen wieder gen Rußland. Tausende von Soldaten samt Kriegsausrüstung nehmen in diesen Tagen in Polen an den Grenzen zu Rußland Stellung. Der Truppenaufmarsch an der NATO-Ostgrenze ist eine ernsthafte Gefahr für den Frieden in Europa und darüber hinaus. Und Deutschland an vorderster Front. Bereitwillig stellt es sein Territorium für den militärischen Aufmarsch zur Verfügung. Und wird selbst im Rahmen einer NATO-Operation im Februar des Jahres 500 Soldaten mit Schützen- und Kampfpanzern sowie weiteren Militärfahrzeugen nach Litauen an die russische Grenze schicken. 

 

Nach dem Grundgesetz der BRD hat der Bund "Streitkräfte zur Verteidigung" aufzustellen. Der Aufmarsch bundesdeutscher Truppen an Rußlands Grenzen dient nicht der Verteidigung. Es ist ein Verstoß gegen das Grundgesetz. 

 

"Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen", war einst zu Zeiten des Kalten Krieges über-einstimmender Konsens zwischen den feindlichen Lagern. Und einge¬denk der Opfer der Völker der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg sowie des ent¬scheidenden Anteils der Sowjetunion an der Zerschlagung des Hitlerfaschismus galten friedliche Beziehungen mit dem östlichen Nachbarn über Jahrzehnte als ein Grundpfeiler für Frieden und Sicherheit in Europa. 

 

Für das Volk der DDR war Freundschaft mit der Sowjetunion Herzenssache. Dank der brüderlichen Verbundenheit beider Länder konnte die DDR über mehr als vier Jahrzehnte unter friedlichen Bedingungen eine sozialistische Entwicklung nehmen. Politiker der Sowjetunion und der DDR agierten erfolgreich mit Friedensinitiativen auf internationaler Bühne. Gemeinsam mit den sowjetischen und Waffenbrüdern der anderen sozialistischen Staaten schützten unsere Grenz-truppen zuverlässig die territoriale Integrität unserer Länder. Die Armeen der Warschauer Vertragsstaaten garantierten das militärische Gleichgewicht, das für den Friedenserhalt so wichtig war. 

 

Die Sowjetunion existiert nicht mehr. Rußland ist ein kapitalistisches Land. Mit seiner Politik unter Präsident Wladimir Putin leistet es aber in unserer Zeit, in der nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers Krieg wieder ein Mittel der Politik geworden ist, den entscheidenden Beitrag zur Zurückweisung aggressiver imperialistischer Politik. 

 

Diese Erkenntnis und unsere geschichtlichen Erfahrungen verbinden uns in Solidarität und Freundschaft mit der Politik der Russischen Föderation.

 

Leistet Widerstand gegen die Kriegspolitik der BRD!

 

Erklärt Eure Solidarität mit der Politik Rußlands und seinem Präsidenten!

 

Tretet ein für friedliche und freundschaftliche Beziehungen mit Rußland!

 

Im Namen des Vorstandes der GRH e.V.

 

Hans Bauer       Dieter Stiebert

Vorsitzender      Geschäftsführer

Erfolgreiche Teilnahme am UZ-Pressefest 2016!

Das DDR-Kabinett-Bochum und die GRH e.V. beteiligten sich vom 1. bis 3. Juli mit einem eigenen Veranstaltungszelt am UZ-Pressefest im Revierpark Dortmund-Wischlingen. 3 Tage gab es dort ein volles Programm aus Kultur, Diskussion und Vorträgen. Und JEDE dieser Veranstaltung war bis auf den letzten Platz belegt und viele mussten noch vor dem Zelt dem Programm folgen. Damit hätten wir niemals gerechnet. Wir bedanken uns bei Allen, die es uns ermöglicht haben, diesen Beitrag auf dem größten Volksfest der linken Bewegung zu leisten. Bei den Spendern, Helfern, Künstlern und Referenten und natürlich bei den weit über Tausend Besucherinnen und Besuchern unseres Ernst-Thälmann-Zeltes! Wir sehen uns beim nächsten UZ-Pressefest 2018 wieder!

Umgestaltung des SPort-Bereiches im DDR-Kabinett-Bochum

Blog des DDR-Kabinett-Bochum

Liebe Mitglieder des Fallschirmjäger-Traditionsverbandes Ost e.V. und des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und der GT der DDR, Werte Gäste, Ich darf Euch nochmals ganz herzlich im Namen beider Verbände begrüßen! Wie bekannt, wollten wir uns eigentlich anlässlich des 65. Jahrestages der NVA bereits vor einem Jahr in Dessau-Roßlau treffen. Corona machte uns einen Strich durch diese Rechnung. Der neue Termin im Mai dieses Jahres an gleicher Stelle musste aus den Euch bekannten Gründen abgesagt werden. Auf den Betreiber des Golf-Parks und die Stadt Dessau wurde enormer Druck ausgeübt, um unser Treffen zu verhindern, mit Verweis, wir würden uns die Positionen Russlands zu eigen machen und verbreiten. So viel zur Meinungsfreiheit und unserem Bemühen um objektive Informationen. Die Stadt Dessau-Roßlau kapitulierte vor dem öffentlichen Druck, mit dem Betreiber des Golf-Parkes fanden wir eine einvernehmliche Lösung! In Demen befinden wir uns nun an einem traditionsträchtigen Ort, an dem wir bereits den 60. Jahrestag begangen haben. Der 65. Jahrestag ist Geschichte, er fand seine Würdigung in dem von beiden Verbandsorganen veröffentlichten Beitrag von Generaloberst a.D. Fritz Streletz aus diesem Anlass. Hinzu kamen eine Vielzahl von Grußadressen aus dem In- und Ausland, in denen die Leistungen der NVA-Angehörigen eine hohe Wertschätzung erfuhren. Dafür an dieser Stelle nochmals unser Dank! Da wir dieses Jubiläum nicht nachholen können, entstand die Idee eines Traditionstreffens in der heutigen Form. Bereits an dieser Stelle möchte ich den Organisatoren beider Verbände, unter Leitung von Major a.D. Rainer Paskowsky und Oberstleutnant a.D. Thomas Schmidt für die umfangreiche Arbeit danken. Als wir den Termin im Mai planten, konnten wir nicht im Ansatz ahnen, unter welchen Bedingungen dieses Treffen stattfindet. Jetzt sind wir Zeuge eines Krieges in Europa, allerdings nicht des ersten seit dem 2. Weltkrieg, wie man uns weiß machen will. Unser Traditionstreffen ist nicht der Tag einer tiefgehenden Analyse, trotzdem gilt es die aktuellen Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und die Ursachen nicht aus dem Blick zu verlieren. Dazu haben wir unseren Standpunkt klar formuliert. Krieg ist, wie wir wissen, die Fortsetzung der Politik mit militärischer Gewalt, oder anders formuliert, ein Scheitern der Politik. Ich bin mir sicher, dass dieses Thema rund um die Ukraine Gegenstand vieler persönlicher Gespräche am heutigen Tag sein wird. Kommen wir aber nun zum eigentlichen Anliegen unserer Veranstaltung: NVA und Friedenssicherung im Rahmen des Warschauer Vertrages sind untrennbar miteinander verbunden, diesen Auftrag haben wir ehrenvoll erfüllt! Das ist eine, oder noch deutlicher, die entscheidende Tradition, die es wach zu halten gilt! Was waren die Erfolgsgaranten für den hohen Stand der Kampfkraft und Gefechtsbereitschaft der NVA? Das war vor allem das Wissen über den Charakter des uns gestellten militärischen Auftrages, gepaart mit einer soliden Ausbildung, wir nannten es militärische Meisterschaft und einem hohen Grad der Einsatzbereitschaft der Technik. Rad- und Kettentechnik rollten, Flugzeuge flogen und Schiffe konnten in See stechen. Hinzu kam, das in Manövern und Kommandostabsübungen geübte Zusammenwirken im Warschauer Vertrag und die damit gelebte Waffenbrüderschaft. Grundlage dessen war die Verfassung der DDR: so heißt es im Artikel 7, Absatz 2: Die Deutsche Demokratische Republik organisiert die Landesverteidigung sowie den Schutz der sozialistischen Ordnung und des friedlichen Lebens der Bürger. Die Nationale Volksarmee und die anderen Organe der Landesverteidigung schützen die sozialistischen Errungenschaften des Volkes gegen alle Angriffe von außen. Die Nationale Volksarmee pflegt im Interesse der Wahrung des Friedens und der Sicherung des sozialistischen Staates enge Waffenbrüderschaft mit den Armeen der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Staaten. Auf dieser Basis konnte unser heutiger Gast, unser Freund und Genosse Egon Krenz, 1986 folgende Aussage treffen: „Jede Mutter, die ihren Sohn zum Ehrendienst verabschiedet, weiß: Er wird niemals für die Interessen des Kapitals missbraucht und niemals in einen Eroberungsfeldzug geschickt werden. Er zieht auf Wacht, um das zu schützen, was seine Eltern, seine Freunde und wir uns alle gemeinsam geschaffen haben. Er erlernt das Waffenhandwerk, um den Krieg zu bekämpfen, bevor er ausbricht.“ (Krenz, 1986, DK PO der NVA, Sonderheft Parteiarbeiter, S. 117) An all das soll uns der heutige Tag erinnern. Die Ausstellungen zu den Teilstreitkräften der NVA und den Grenztruppen der DDR belegen in Ausschnitten, aber überzeugend, die uns gestellten Aufgaben und die zur Verfügung gestellten materiellen Mittel zu ihrer Erfüllung. Ich möchte aber auch den Blick über die heute hier gezeigten Exponate hinaus richten. An vielen Orten, wo die Mitglieder unserer Verbände wirken, wird diese Art der Traditionspflege betrieben, siehe die Übersichtskarte im Saal. Ich denke da an das DDR-Kabinett-Bochum, das Traditionsschiff in Peenemünde, den Förderverein Militärhistorisches Museum Anhalt, die Garnisions-Führungsstelle-Dresden-Nord, das Museum „Fallschirmspringen in der DDR“ in Rebelow, den Dachboden in Neustadt-Glewe, das Polizeihistorische Museum in Schönfeld, die Modellbastler und viele andere. Dafür stehen Namen wie die der Genossen Maluga, Neidel, Schindler, Krause, Pfeffer, Erber, Kursawe, Parchmann – Euch liebe Genossen, aber auch den vielen hier nicht genannten, ein großes Dankeschön! In diese Kategorie der Traditionspflege gehören auch unsere Publikationen. „Kompass“ und „Unser Fallschirm“ sind aus dem Verbandsleben nicht mehr wegzudenken! Sie sind unseren Mitgliedern Orientierung, Erinnerung und Spiegelbild der eigenen Arbeit. Wenn man bedenkt, dass diese Journale Ergebnis ehrenamtlicher Tätigkeit sind und sie mit mancher professionell erstellten Journaille vergleicht, dann kann man nur sagen Hochachtung und weiter so! Gleiches trifft ebenso auf unsere Webseiten zu. Nach wie vor ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist die Aufzeichnung persönlicher Erinnerungen. Was wir mit dem Buch „Wir waren dabei“ und einzelnen Beiträgen in den Verbandsjournalen begonnen haben, muss unbedingt weiter fortgesetzt werden. Die Zeitzeugen werden immer weniger, umso wichtiger ist es, sie zu bitten ihre Erlebnisse zu Papier zu bringen. Viele Bereiche des militärischen Alltags sind, vorsichtig ausgedrückt noch unterbelichtet, wir denken dabei zum Beispiel an Kunst und Kultur. Wie viele Künstler haben ihren Erfolgsweg im Erich-Weinert-Ensemble begonnen, auch wenn das einige vergessen haben? Oder die kulturelle Massenarbeit auf der Grundlage der Standortklubs? Patenschaften mit Betrieben, Schulen und anderen Einrichtungen des Territoriums, Einsätze in der Ernte oder Kohle (damit meine ich nicht die ausufernden Einsätze Ende der 80er Jahre). Wir waren eben eine „Volksarmee“! Prägendes Element sowohl der politischen als auch der Gefechtsausbildung war die Mitgliedschaft der DDR im Warschauer Vertrag. Waffenbrüderschaft wurde in allen Bereichen unserer Armee gelebt, ob es die Gefechtsausbildung, der Besuch sowjetischer Militärakademien, die Politschulung, der Sport oder auch persönliche Beziehungen waren. Dazu möchte ich ganz lapidar sagen: organisiert ja, verordnet nein – für mich persönlich, und ich bin mir sicher, nicht nur für mich, war es eine Herzenssache. Aber die bekannten Umstände haben uns da, was die ursprünglich eingeladenen Gäste betrifft, leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Umso mehr freuen wir uns, unsere polnischen und russischen Freunde bei uns zu Gast zu haben.Nehmt bitte auch für die heute nicht anwesend sein Könnenden, das Versprechen entgegen, dass wir diese Beziehungen auch künftig pflegen werden. Unsere Geschichte verpflichtet uns, auch in der Gegenwart einen Beitrag zur Friedenssicherung zu leisten, nie war dies deutlicher als in den letzten Monaten und Wochen. Mit der Waffe in der Hand, so wie in der Vergangenheit, können wir es nicht mehr. Aber Ursachen von Kriegen aufzuzeigen, die Hintermänner und –frauen zu entlarven, das können wir. Dabei dürfen wir auch Kriege und Konflikte in anderen Regionen unseres Erdballs nicht außer Acht lassen. Wer interessiert sich heute noch von den Mainstream-Medien für Afghanistan, Libyen, Syrien und andere Staaten, denen der Wertewesten die Demokratie zu bringen versprach?Militärische Meisterschaft, ich erwähnte diesen Begriff bereits, ein großer, uns geläufiger Begriff. Für die meisten von uns jetzt mit theoretischen Erwägungen verbunden. Etwas anders ist es damit bei den Kameraden des Fallschirmjäger-Traditionsverbandes Ost e.V. bestellt. Nach wie vor wird von Ihnen der Fallschirmsprung mit hoher Meisterschaft regelmäßig betrieben. Heute werden wir an der Crivitzer Chausse erleben, wie professionell das Gleitschirmspringen bei Außenlandungen gemeistert wird. Unter den Springern sind auch einige ehemalige Angehörige des LStR-40 der NVA. Allein im letzten Jahr absolvierten die Kameraden des befreundeten Verbandes trotz der Coronabeschränkungen an 6 Sprungterminen mit 38 Starts der AN-2 insgesamt 460 Sprünge mit den bewährten Rundkappenschirmen der RS-Serie aus DDR-Produktion, mit modernen Rundkappenschirmen und mit Gleitschirmen.Einen breiten Raum in der Traditionspflege nimmt die Pflege, Wartung und Nutzung ehemaliger Militärtechnik der NVA ein. Altersgemäß natürlich vorrangig jüngere Mitglieder des Verbandes und korporativer Vereinigungen leisten einen Beitrag, der nicht hoch genug einzuschätzen ist. Am heutigen Tag zeigen viele Aussteller die von ihnen in Stand gehaltene Technik. Neben der Liebe zur Technik ist dies in den meisten Fällen mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Außerdem stellen sich 9 weitere Aussteller in der Sporthalle mit Ihren Modellen, Ausrüstungsgegenständen, Uniformen und weiteren musealen Sachzeugen für alle interessierten Besucher vor. Nutzen wir das heutige Treffen um unseren Beitrag zur Friedenssicherung Revue passieren zu lassen. Von vielen älteren Genossen und Kameraden haben wir den Wunsch und die Hoffnung gehört, diesen oder jenen Mitstreiter aus vergangenen Tagen hier zu treffen. Die Basis unserer Erfolge waren nicht nur die Befehle und Anordnungen, es war auch vor allem das gesellschaftliche Miteinander, nicht selten bis in den persönlichen Bereich. Um mögliche Kritiken vorweg zu nehmen, natürlich war unser militärisches Leben nicht nur eitler Sonnenschein, es gab auch Misserfolge, persönliche Befindlichkeiten und anderes. Jetzt, nach über 30 Jahren der unwürdigen Abwicklung unserer Armee, sollten wir über solchen Dingen stehen. Fakt ist, wir haben den uns gestellten militärischen Auftrag jederzeit in hoher Qualität im Bündnis mit den Armeen des Warschauer Vertrages erfüllt! Das ist die Basis unseres Wirkens als Traditionsverbände, das Vermächtnis zur Friedenssicherung können und müssen wir an die kommenden Generationen weitergeben! Jetzt wünsche ich uns einige erlebnisreiche Stunden, viele persönliche Begegnungen und Gespräche! Möglicherweise gibt es ein Wiedersehen zum 70. Jahrestag der Gründung der NVA, genießen wir den heutigen Tag!

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