Herzlich Willkommen auf der Website des DDR-Kabinett-Bochum e.V. !

Auf den folgenden Seiten unserer Website informieren wir Sie über unsere Dauerausstellung zur DDR, die Vereinsarbeit des DDR-Kabinett-Bochum e.V. sowie über aktuelle Veranstaltungen und neue Exponate.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im DDR-Kabinett-Bochum. Erleben Sie dort eine interessante Reise in die deutsche Geschichte und die Erinnerung an 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik.

 

Ebenso freuen wir uns über Ihren Eintrag in unserem Gästebuch und der Teilnahme an unseren Umfragen, die wir zu verschiedenen Anlässen anbieten werden.

 

In diesem Sinne – Freundschaft !

 

Andreas Maluga

1. Vorsitzender des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

 

Liebe Freundinnen und Freunde,
 
zum 25. Mai 2018 tritt die europäische Datenschutzverordnung (DSGVO) in Kraft und die Übergangsregelung endet. Dies führt zu zahlreichen Änderungen im Bereich des Datenschutzes. Aus diesem Grund haben auch wir unsere Datenschutzhinweise erweitert und aktualisiert.

Der Schutz der Privatsphäre hat für uns einen hohen Stellenwert. Daher möchten wir Euch auf unsere Datenschutzerklärung hinweisen. Diese enthält detaillierte Informationen über unseren Umgang mit personen-bezogenen Daten, wie wir diese schützen und welche Rechte man diesbezüglich hast. Die Datenschutzerklärung findet man in unserem Impressum.

Ostprodukte im Ruhrgebiet: Obossilädchen Oberhausen

Immer einen Besuch wert:

Obossilädchen - vormals Geschmackszentrum OST
Elsässerstr.29 
46045 Oberhausen
Tel.: 0208 44889862

 

"Der Admiral verlässt das Schiff und tritt seine letzte Reise an." - Wir nehmen Abschied von Admiral a.D. Theodor Hoffmann

Und schon wieder müssen wir Abschied nehmen. Am 1. November 2018 verstarb nach schwerer Krankheit, Admiral a.D. Theodor Hoffmann. Für alle die ihn persönlich kannten und unter seinem Kommando ihren Ehrendienst bei der Volksmarine leisteten, ist es ein schmerzlicher Verlust. 

 
Für seine Leistungen zum Schutz der Deutschen Demokratischen Republik wurde Admiral a.D. Theodor Hoffmann mit hohen staatlichen und militärischen Auszeichnungen, darunter dem Vaterländischen Verdienstorden, dem Scharnhorst-Orden, dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland u.a., geehrt. Bis zum letzten Tag kämpfte er aktiv für die Rechte der ehemaligen Angehörigen der bewaffneten Organe der DDR, sowie gegen die Verfälschung der Geschichte der DDR und ihrer bewaffneten Kräfte. U.a. war er mehrere Jahre Vorsitzender des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V.
 
Auch die Arbeit des DDR-Kabinett-Bochum begleitete er in den letzten Jahren sehr aufmerksam und solidarisch. Ein Höhepunkt der Wertschätzung war die Teilnahme von Admiral a.D. Theodor Hoffmann auf unserer Festveranstaltung am 8. Oktober 2016, in Erinnerung an den 67. Jahrestag der Gründung der DDR.
 
In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Genossinnen und Genossen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten und verneigen uns im stillen Gedenken.
 
Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

ERFOLGREICHE TEILNAHME DES DDR-KABINETT-BOCHUM am 20. UZ-Pressefest 2018

Wer das 20. UZ-Pressefest im Revierpark Dortmund-Wischlingen besuchte, sah in viele zufriedene Gesichter. Besuchten doch insgesamt an die 40.000 Menschen dieses Fest für Frieden und Solidarität. Zur guten Stimmung trug neben dem spät-sommerlichen Wetter vor allem die fast unüberschaubare Programm-vielfalt an Kultur und Diskussions-und Informationsrunden bei. Bereits am Freitagabend war nicht zu übersehen, dass das UZ-Pressefest gut besucht war – von der Hauptbühne bis zum Roten Marktplatz, in der Casa Cuba und auf dem Leninplatz im Ernst-Thälmann-Zelt des DDR-Kabinett-Bochum und der GRH. Politischer Höhepunkt des UZ-Pressefestes war sicherlich das „Antikriegs-Meeting“ am Samstag auf der Hauptbühne. Patrik Köbele als Parteivorsitzender der DKP konnte hier fast 30.000 Unterschriften für den Aufruf „Abrüsten statt Aufrüsten“ an Reiner Braun, einen der Initiatoren der Kampagne, übergeben. Egon Krenz und Petr Parkhitko von der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation kritisierten die Kalten Krieger in Bundesregierung und NATO und ihre Konfrontationspolitik gegenüber Russland. Die internationalen Gäste des UZ-Pressefestes setzen mit einem gemeinsamen Auftritt auf der Hauptbühne ein Zeichen gegen Aufrüstung und die Kriege der NATO.

Über alle drei Tage herrschte auch bei uns im Ernst-Thälmann-Zelt großer Andrang. Neben einer gut besuchten Mitgliederversammlung, die eine Änderung der Satzung zur Erweiterung des Vorstandes beschloss, ging es nahtlos in die erste Veranstaltung unter dem Thema "Solidarität mit den Volksrepubliken im Donbass und Frieden mit Russland" weiter. In Kürze werden wir über die weiteren Veranstaltungshöhepunkte in unserem Zelt berichten.

BILDER-IMPRESSIONEN AUS DEM ERNST-THÄLMANN-ZELT DES DDR-KABINETT-BOCHUM AUF DEM 20. UZ-PRESSEFEST 2018

DAS WAR UNSER PROGRAMM Auf dem 20. UZ-Pressefest 2018

3 Tage volles Programm im Zelt des DDR-Kabinett-Bochum
Programm_Ernst_Thaelmann_Zelt_2018.pdf
PDF-Dokument [2.9 MB]

Armin Stolper: Dramaturg - Schriftsteller - Stückeschreiber - Kommunist - DDR-Bürger   -   SONDERAUSSTELLUNG AB DEM 23. MÄRZ 2018:

Zum 84. Geburtstag des Dramaturgen und Schriftstellers Armin Stolper, eröffnen wir am 23. März 2018 in den Räumen des DDR-Kabinett-Bochum eine Sonderausstellung zu seinem künstlerischen Schaffen in der DDR. Neben seinen Büchern stellen wir die kompletten Auszeichnungen mit Urkunden, Einladungen und Glückwunschschreiben zu den Auszeichnungsakten, Dokumente über seinen Werdegang vom Theater der Bergarbeiter in Senftenberg zum Stadttheater Cottbus, dem Landestheater Halle/S., seine Berufung zum Chefdramaturgen am Deutschen Theater in Berlin und dem Maxim-Gorki Theater, aus. Abgerundet wird die Ausstellung durch Theaterprogramme seiner Inszenierungen. 

72. Jahrestag des Sieges über den Faschismus - 9. Mai 2017 - sowjetisches Ehrenmal in Treptow

Ein Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen - In tiefer Trauer um Armeegeneral a.D. Heinz Keßler 

In tiefer Betroffenheit trauern wir um unseren lieben Freund und aufrichtigen Genossen, Armeegeneral a.D. Heinz Keßler, der am 2. Mai 2017 im Alter von 97 Jahren völlig unerwartet verstorben ist. 
 
Mit Heinz verlieren wir einen schwer zu ersetzenden, treuen Kämpfer. Seine Lebensleistungen im Kampf gegen den Hitlerfaschismus, dem Aufbau eines besseren Deutschland,  seine vielzähligen Funktionen in der Staats- und Parteiführung der Deutschen Demokratischen Republik -zuletzt als Armeegeneral und Minister für Nationale Verteidigung- verdienen hohe Anerkennung und Hochachtung.

Seine bis ins hohe Alter scharfsinnige und sachkundige Analyse der politischen Lage in Deutschland und in der Welt wird uns auch in Zukunft in Erinnerung bleiben. In den vergangenen 28 Jahren nach der Konterrevolution in der DDR hat er sich konsequent mit dem herrschenden Zeitgeist auseinandergesetzt. Der gewollten Delegitimierung der DDR ist er mit seiner beeindruckenden Rede vor dem Gericht der Klassenjustiz offensiv entgegengetreten. Heinz war ein unbeugsamer Kämpfer für Frieden und Antifaschismus und standhafter Kommunist. 
 
Mit unserer Arbeit im DDR-Kabinett-Bochum war Heinz Keßler von Beginn an solidarisch verbunden und jede einzelne Begegnung mit ihm wird uns tief im Gedächtnis bleiben. In Gedanken sind wir jetzt ebenfalls bei seiner Familie, den Kindern und Enkelkindern, seinen Freunden und Genossinnen und Genossen.

Wir verneigen uns mit größter Hochachtung vor ihm und werden Heinz stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Vorstand des DDR-Kabinett-Bochum e.V.

Sowjetfahnen sieht man besser - Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten !   -    9. Mai 2017 Sowjetisches Ehrenmal - Berlin-Treptow

Auch in diesem Jahr möchten wir alle Freundinnen und Freunde des DDR-Kabinett-Bochum aufrufen, uns am 9. Mai 2017, zum 72. Jahrestag des Sieges über den Faschismus, wieder mit zahlreichen Sowjetfahnen an der Skulptur des knienden sowjetischen Soldaten zu treffen und dann gemeinsam Blumen am Ehrenmal nieder zu legen. 

Nie wieder Faschismus in Europa! Freundschaft mit Russland! Solidarität mit dem antifaschistischen Kampf im Donbass!
 
Treffpunkt: Montag, 9. Mai 2017, 10:00 Uhr, 
an der Skulptur der knienden Soldaten 
am sowjetischen Ehrenmal, Berlin-Treptow.
 

Gleichzeitig rufen wir dazu auf, sich an den Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung, am 8.Mai, in Berlin oder anderen Orten zu beteiligen.

29. Wanderaustellung "Der Palast lebt - trotz alledem"

APPELL - HÄNDE WEG VON RUSSLAND!

Es ist unglaublich und empörend. Panzer rollen wieder gen Rußland. Tausende von Soldaten samt Kriegsausrüstung nehmen in diesen Tagen in Polen an den Grenzen zu Rußland Stellung. Der Truppenaufmarsch an der NATO-Ostgrenze ist eine ernsthafte Gefahr für den Frieden in Europa und darüber hinaus. Und Deutschland an vorderster Front. Bereitwillig stellt es sein Territorium für den militärischen Aufmarsch zur Verfügung. Und wird selbst im Rahmen einer NATO-Operation im Februar des Jahres 500 Soldaten mit Schützen- und Kampfpanzern sowie weiteren Militärfahrzeugen nach Litauen an die russische Grenze schicken. 

 

Nach dem Grundgesetz der BRD hat der Bund "Streitkräfte zur Verteidigung" aufzustellen. Der Aufmarsch bundesdeutscher Truppen an Rußlands Grenzen dient nicht der Verteidigung. Es ist ein Verstoß gegen das Grundgesetz. 

 

"Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen", war einst zu Zeiten des Kalten Krieges über-einstimmender Konsens zwischen den feindlichen Lagern. Und einge¬denk der Opfer der Völker der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg sowie des ent¬scheidenden Anteils der Sowjetunion an der Zerschlagung des Hitlerfaschismus galten friedliche Beziehungen mit dem östlichen Nachbarn über Jahrzehnte als ein Grundpfeiler für Frieden und Sicherheit in Europa. 

 

Für das Volk der DDR war Freundschaft mit der Sowjetunion Herzenssache. Dank der brüderlichen Verbundenheit beider Länder konnte die DDR über mehr als vier Jahrzehnte unter friedlichen Bedingungen eine sozialistische Entwicklung nehmen. Politiker der Sowjetunion und der DDR agierten erfolgreich mit Friedensinitiativen auf internationaler Bühne. Gemeinsam mit den sowjetischen und Waffenbrüdern der anderen sozialistischen Staaten schützten unsere Grenz-truppen zuverlässig die territoriale Integrität unserer Länder. Die Armeen der Warschauer Vertragsstaaten garantierten das militärische Gleichgewicht, das für den Friedenserhalt so wichtig war. 

 

Die Sowjetunion existiert nicht mehr. Rußland ist ein kapitalistisches Land. Mit seiner Politik unter Präsident Wladimir Putin leistet es aber in unserer Zeit, in der nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers Krieg wieder ein Mittel der Politik geworden ist, den entscheidenden Beitrag zur Zurückweisung aggressiver imperialistischer Politik. 

 

Diese Erkenntnis und unsere geschichtlichen Erfahrungen verbinden uns in Solidarität und Freundschaft mit der Politik der Russischen Föderation.

 

Leistet Widerstand gegen die Kriegspolitik der BRD!

 

Erklärt Eure Solidarität mit der Politik Rußlands und seinem Präsidenten!

 

Tretet ein für friedliche und freundschaftliche Beziehungen mit Rußland!

 

Im Namen des Vorstandes der GRH e.V.

 

Hans Bauer       Dieter Stiebert

Vorsitzender      Geschäftsführer

Erfolgreiche Teilnahme am UZ-Pressefest 2016!

Das DDR-Kabinett-Bochum und die GRH e.V. beteiligten sich vom 1. bis 3. Juli mit einem eigenen Veranstaltungszelt am UZ-Pressefest im Revierpark Dortmund-Wischlingen. 3 Tage gab es dort ein volles Programm aus Kultur, Diskussion und Vorträgen. Und JEDE dieser Veranstaltung war bis auf den letzten Platz belegt und viele mussten noch vor dem Zelt dem Programm folgen. Damit hätten wir niemals gerechnet. Wir bedanken uns bei Allen, die es uns ermöglicht haben, diesen Beitrag auf dem größten Volksfest der linken Bewegung zu leisten. Bei den Spendern, Helfern, Künstlern und Referenten und natürlich bei den weit über Tausend Besucherinnen und Besuchern unseres Ernst-Thälmann-Zeltes! Wir sehen uns beim nächsten UZ-Pressefest 2018 wieder!

Umgestaltung des SPort-Bereiches im DDR-Kabinett-Bochum

Blog des DDR-Kabinett-Bochum

Fotorechte: K.-D. Erber Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen, verehrte Gäste, Wir sind stolz, dass es uns wirklich gelungen ist, diese Festveranstaltung in Erinnerung an den 70. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik, dem ersten deutschen Friedensstaat, dort zu feiern, wo es hingehört: in Berlin! Wir sind stolz darauf, dass aus allen Bezirken der DDR, aus vielen westlichen Bundesländern, aber auch aus Portugal und Frankreich, Gäste anwesend sind. Wir sind stolz darauf, dass – und ich kann gar nicht alle nennen – unter uns sind: Genosse Egon Krenz – langjähriger 1. Sekretär des Zentralrates der FDJ und Staatsratsvorsitzender der DDR Genosse Siegfried Lorenz – langjähriger 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt Genossin Helga Labs – langjährige Vorsitzende der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ Genossin Illona Longo-Slupianek – Olympiasiegerin im Kugelstoßen bein den Olympischen Sommerspielen in Moskau 1980 Genosse Dr. Thomas Köhler – Zweifacher Olympiasieger im Rennrodeln, Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees der DDR und Vizepräsident des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR (DTSB) Generalleutnant a.D. , Genosse Manfred Grätz – langjähriger stellvertretender Minister für Nationale Verteidigung Genosse Bruno Mahlow – langjähriges Mitglied des Zentralvorstandes der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft – heutiges Mitglied des Ältestenrates der Partei die Linke Genosse Patrik Köbele, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)  „Für Frieden und Freundschaft mit Russland!“ – wir begrüßen herzlich den 1. Sekretär der Botschaft der Russischen Föderation – Herrn Dmitry Balandin Des weiteren sind unter uns, Vertreter des OKV, GRH, ISOR, GBM, Partei die Linke, DKP, KPD, Freidenkerverband, Sport-Senioren, BüSGM, RotFuchs, KAZ, Unentdecktes Land, Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik, (KFSR), VVN-BdA, Ernst-Busch-Chor, Friedensbrücke, Verband zur Pflege der Traditionen der NVA/GT der DDR, Freundeskreis „Palast der Republik“, Revolutionärer Freundschaftsbund-RFB, Ernst-Thälmann-Gedenkstätten Hamburg und Ziegenhals und dem Polizeihistorischen Museum Schönfeld/Erzgebirge Wir grüßen euch herzlich! Die Sagen um Drachentöter sind uralt - in den Mythen vorbürgerlicher Zeiten wur­den Helden­gestalten beschrieben, die ein Volk durch einen alles erlösenden Schwertstreich von einem grausamen Fabelwesen befreiten. Schnee von gestern? Mit­nichten. Auch in der heutigen Zeit werden die Märchen vom bösen Drachen gern er­zählt. Nehmen wir z.B. das Jahr 1989. Zu die­ser Zeit begab es sich, dass ein Staat einen anderen Staat zerstörte. Nicht wenigen Bewoh­nern war dies ganz recht - wurden ihnen doch „blühende Landschaf­ten“, sprich Konsum in Hülle und Fülle, ja und vor allem Freiheit versprochen. Nur we­nige von ihnen fragten: Freiheit von wem oder von was? Die Antwort folgte prompt: quasi über Nacht wechselten Betriebe, sozia­le Einrichtungen, Wohnkomple­xe und Agrarland ihren Besitzer: Volks­eigentum, das je­dem Bürger Ausbildung, Ar­beit, Kultur und medizinische Versorgung garantier­te, wurde jetzt privatwirt­schaftlichem Kalkül unterworfen. Sollte hier Unrecht geschehen sein? Aus Sicht der Sieger eine heikle Frage. Aber auch darauf wurde eine Antwort gefunden: nicht die entschädigungslose Enteignung eines Volkes, sondern deren Befreiung vom bösen Drachen wäre das eigentliche Ziel der Zerstörung, eines einstmals international anerkannten Staates gewesen. Und dieser Drachen hatte wahrlich „schreckliche Köpfe“: das Ministerium für Staatssicherheit, die Mauer - kurzum: die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen. Aber warum wird auch noch nach 30 Jahren diese Legende selbst Schulkindern vorerzählt? Soll vielleicht noch mehr vergessen gemacht wer­den? Zunächst einmal war die DDR ein Resultat des Sieges der Roten Armee über den deutschen Fa­schismus. Unter dem Schutz der Sowjetuni­on wurden auf dem Gebiet der DDR die Hauptver­ant­wortlichen für den 2. Weltkrieg - die Großkonzerne und die Junker - entmachtet. Damit konnte sich die DDR jenseits der imperialistischen Staa­tengemeinschaft entwickeln. Sol­len wir das vergessen? Die Außenpolitik der BRD gegenüber den Ländern der dritten Welt war und ist ge­kennzeichnet durch ökonomische und militärische Erpressung entsprechend dem al­ten Motto der Kolonialpoli­tik: 'eure Rohstoffe gegen unsere Fer­tigprodukte'. Die DDR führte keine Koloni­alkriege. Ihre Politik ge­genüber den seit Jahrhunderten in kolonia­ler Abhängigkeit verarm­ten Ländern hat­te den Charakter der Hilfe zur Selbsthil­fe. Sollen wir das ver­gessen? In der Verfassung der DDR waren alle Elemente der direkten Demokratie verankert. Entsprechend hatte jeder Bürger das Recht, in allen Bereichen ehrenamtlich das gesellschaftliche Leben mit zu planen und zu gestalten. Gesellschaftliche Organi­sationen, wie z.B. der FDGB und die FDJ, waren in der Volkskammer vertreten und hatten Gesetzesinitiative. Das Grundgesetz kennt diese Rechte nicht. Sollen wir das vergessen? Der Begriff des Mangels wird in der Legende der Sieger mit der DDR verknüpft. Es stimmt, ver­glichen mit der BRD war das Angebot an Konsumgütern bescheiden. Wer sich jedoch in der Welt umgesehen hat, hat einen anderen Maßstab. Hatte die DDR einen Bildungsnotstand? Er­froren im Winter Obdachlose? Starben in der DDR Men­schen, weil sie sich keine medizinische Versorgung leisten konnten? Die DDR ga­rantierte allen Bürgern die wirtschaftli­chen, sozialen und kulturellen Rechte, die die Vereinten Na­tionen in einer Internationalen Konven­tion 1966 festgelegt haben. Diese Rechte waren in der Verfassung verankert und damit für jeden Bürger einklagbar. Das Grundgesetz kennt diese Rechte nicht. Sollen wir das vergessen? Kurzum - wir sollen vergessen, worauf alle Bürger, die die DDR aufgebaut und mitgestaltet ha­ben, stolz sein können: die Deutsche Demokratische Republik war die achtenswerteste Periode in der deutschen Geschichte. Wir feiern heute - nach 70 Jahren - die Gründung der DDR. Es wird kein Fest des Angedenkens an eine Verstorbene und keine nüchterne Bestandsaufnahme von etwas Ver­gangenem. Das hätte mit Geschichte, wie wir sie begreifen, nichts zu tun. Denn für uns ist wichtig zu erkennen, welche Momente in der DDR schon den Keim für eine menschliche Ge­sellschaft darstellten. Für künftige Versuche können wir dann auf diese 40 Jahre gelebte Erfahrung verweisen - trotz aller Rückschläge, Feh­lentscheidungen und an manchen Stellen auch Un­gerechtigkeiten. Die Erinnerung an die DDR birgt auch nach 30 Jahren ih­rer Zerschlagung für die damali­gen Sieger gefährlichen Sprengstoff. Nämlich dann, wenn die All­tagserfahrungen zu offensicht­lich in Widerspruch zu den Legend­en geraten. In diesem Sinne wünsche ich unserer Festveranstaltung einen guten Verlauf und reiche das Mikrofon weiter, an unseren Freund und Genossen Hans Bauer, dem Vorsitzenden der GRH, die seit Jahren zu unseren engsten Verbündeten gehört. Andreas Maluga,  1. Vorsitzender des DDR-Kabinett-Bochum e.V.  (Begrüßungsansprache am 12. Oktober 2019 im Freizeitforum Marzahn)

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