AKTUELLE LITERATUREMPFEHLUNGEN

Die Besucherinnen und Besucher unserer Website sind es ja gewohnt, dass immer wieder mal interessante Bücher vorgestellt werden. Heute ist es mir aber eine besondere Freude und Ehre, dass soeben erschienene Buch mit der Lebensgeschichte von Katja H. vorstellen zu können. Von diesem spannenden Projekt wusste ich seit längerer Zeit und freue mich sehr, dass es nun in schwieriger Zeit fertig gestellt werden konnte.
 
Katja ist die Tochter von Gustav H., der am 7. Oktober 1979, anlässlich des  30. Jahrestags der Gründung DDR, zum Vizeadmiral  befördert und bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1988 Stellvertretender Chef der Volksmarine war. 
 
Für Katja ist es eine Herzensangelegenheit, die Erinnerung an ihre Familie in Ehren zu halten und deshalb widmet sie die Erzählungen ihres Buches ausdrücklich ihren Eltern. Es erwartet uns ein nicht alltägliches Buch über das Leben in der weiten Welt nach der „Wende“ ohne dabei zu vergessen, dass die DDR ihre Heimat war….
 

Ostprinzessinnen tragen keine Krone: Das überraschende Leben der Katja H. Eine biografische Erzählung
Art.Nr.: 978-3-96940-064-7 - Autoren: Heynen-Igler, Cornelia
Seiten: 135 - Einband: Festeinband / Hardcover - Preis: 16,00 €

Bestellung ab sofort bei Engelsdorfer Verlag Leipzig

Hier einige Auszüge der Autorin Cornelia Heynen-Igler über die Entstehung des Projektes:

Die Idee, das Leben der 49-jährigen K., Tochter eines ehemaligen Vizeadmirals der Volksmarine - so die Bezeichnung der Seestreitkräfte der DDR - , aufzuschreiben, war an einem einzigen Abend entstanden: Von ihrer Kindheit und Jugend im privilegierten Milieu der DDR hatte mir K. erzählt sowie von ihren reichen Berufserfahrungen in der Schweizer Gastronomie kurz nach der Wende. Von ihrer Anstellung bei einer sehr exzentrischen Lady der New Yorker High Society war die Rede gewesen und, später von harten Zeiten in Berlin. Gespickt war das Ganze mit allerhand aparten Anekdoten gewesen und, natürlich, mit prickelnden Geschichten über die Männer, die ihre Wege gekreuzt hatten. Wie soll man denn auch über ein Frauenleben berichten, ohne über die Liebe zu sprechen? Und weil das an jenem Abend im Rahmen unserer lebhaften Unterhaltung alles zu einem ziemlichen Durcheinander anwuchs, entschloss ich mich, den Stoff in der Folge im Verlauf von mehreren Interviews mit der Protagonistin hübsch chronologisch zusammenzutragen und zu ordnen. Danach, so nahm ich mir vor, würde ich den Plan machen, wie ich den Text stimmig und sinnvoll zugleich gliedern wollte.

Also trafen wir uns einen Sommer lang auf den schönsten Sonnen- und Gartenterrassen über dem Zürichsee, oder, wenn’s regnete, in irgendwelchen gemütlichen Stadtbeizen wie hier auf dem Foto. Nie gab es eine Frage, die mir meine Gesprächspartnerin nicht beantwortet hätte; sie überlegte, lachte, weinte, regte sich auf, raufte sich die Haare, und immer schrieb ich fieberhaft mit. Oft konnte ich meine Notizen danach kaum mehr lesen. Aber das war nicht schlimm: Ihre Erzählungen waren so eindringlich und lebendig, dass ich sie auch ohne jede Gedächtnisstütze im Kopf behielt. Und wenn ich eine Jahreszahl vergessen hatte, schlug ich in der Familienchronik des Vaters nach: Noch nie hatte ich so minutiös geführte Aufzeichnungen über die Geschichte einer Familie gesehen, die natürlich immer auch eng mit der Geschichte der DDR und dem aktuellen politischen Geschehen verknüpft war.

Und doch saß ich eines Tages, nachdem ich alle Informationen beisammen hatte, mit all den Papieren da und wusste nicht wie weiter. Wo war der Plan? Sobald ich K.’s Lebensgeschichte in meinem Sprachstil aufschreiben wollte, klang es nicht mehr authentisch, klang es mehr nach mir als nach ihr. Aus der puren Not heraus – weil ich nicht wusste, wie ich die Sache anpacken sollte und überdies von Natur aus eher zum Fabulieren als zum Planen neige –, fing ich aus einem Impuls heraus einfach zu schreiben an: so, wie Katja mir die Geschichten tatsächlich erzählt hatte, in ihrer ureigenen Sprache. Und gleichzeitig schuf ich eine Gesprächspartnerin, die ich Katja gegenüberstellte, damit das Ganze kein Monolog, sondern ein abwechslungsreiches Zwiegespräch wurde, das auch unterschiedliche Sichtweisen und Weltanschauungen zu ließ.

Und siehe da: Auf einmal war sie da, die Struktur. Sie hatte sich aus dem Schreiben selbst heraus entwickelt, ohne Plan, nahm wie von selbst Form und Richtung an. Sie führte mich verlässlich durch K.'s Lebensgeschichte und katapultierte mich sechs Wochen lang in jenen Zustand zwischen vollkommener Versunkenheit und vollkommener Weltferne, den ich vorher beschrieben habe; sie, die Struktur, überraschte mich in ihrer Elastizität und Ausbaufähigkeit bis zum Schluss. Herausgekommen ist ein, wie mir scheint, süffig geschriebenes Buch mit dem Titel «Ostprinzessinnen tragen keine Krone». 

Ebenfalls bei Amazon erhältlich oder als ePUB

Dieter Winderlich

"Vom Strafvollzug zum letzten Chef der Volkspolizei"

Um den Strafvollzug in der DDR ranken sich bis heute zahlreiche Mythen. Dieter Winderlich, Strafvollzugsbeamter, Stellvertreter des DDR-Innenministers und Generalmajor a. D., gewährt exklusiv tiefen Einblick in den Arbeitsalltag des DDR-Strafvollzugs und in seinen Aufstieg zum letzten Chef der Volkspolizei. Seine Arbeit war geprägt von ungebrochenem Moderni-sierungsstreben und beharrlichem Reform-willen - vor allem unter den schwierigen Bedingungen der Wendezeit, in der die DVP für einen friedlichen Ablauf sorgte. Fundiert und kritisch nimmt er deshalb das Renten-strafrecht unter die Lupe, das viele ihrer Angehörigen zu den Verlierern des neuen Deutschlands macht. Dieter Winderlich räumt auf mit grassierenden Vorurteilen gegenüber der Deutschen Volkspolizei und dem Strafvollzug der DDR und schreckt dabei nicht vor unbequemen Einsichten zurück. Ein außergewöhnlicher Mann mit keiner gewöhnlichen Karriere!

 

Dieter Winderlich, geboren 1938 in Lüben/Schlesien, ist ausgebildeter Lichtbogenschweißer, Pädagoge und Diplomjurist. Nach seiner Tätigkeit als Leiter des Jugendgefängnisses in Wriezen wurde er 1974 ins Ministerium des Innern der DDR berufen. Dort arbeitete er in der Verwaltung Strafvollzug sowie als Sekretariatsleiter von Innenminister Dickel. Dieter Winderlich war unter der Modrow-Regierung der letzte Chef der Deutschen Volkspolizei. Nach der Übergabe der Institution an das Innenministerium des Kabinetts von Lothar de Maizière fungierte er als Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit Bund und Ländern der BRD. Am 2. Oktober 1990 wurde er als Chefinspekteur a. D. entlassen.

 

Das Buch ist für 19,90 EUR u.a. hier erhältlich:www.buecher.de

Klaus Blessing und  Manfred Manteuffel decken auf: wie viele dunkle Schatten hat Joachim Gauck auf  seiner angeblich weißen Weste?

 

Am 23. März 2012 wurde der ostdeutsche Ex-Pfarrer Joachim Gauck als elfter  Bundespräsident vereidigt. Wenige Wochen zuvor war sein Vorgänger Christian  Wulff von einer Phalanx höchst tugendhafter bundesdeutscher Medien aus dem Amt  gejagt worden. Von den meisten Vertretern ebendieser Medienhäuser wird uns nun  Joachim Gauck als charismatischer Bürgerrechtler, diplomatisch versierter  Versöhner, erfolgreicher Stasi-Jäger und moralisch integrer Verfechter der  Freiheit präsentiert. Klaus Blessing und Manfred Manteuffel melden an dieser  Einschätzung deutliche Zweifel an. Unter Zuhilfenahme von Zitaten, Dokumenten  und Zeitzeugen thematisieren sie neben anderem Gaucks fragwürdiges Verhältnis  zum Faschismus, seine problematischen Äußerungen zur deutsch-polnischen Grenze  wie auch seinen strittigen Umgang mit der eigenen Biographie. Es stellt sich die  Frage: Ist der Neue der richtige Mann im Amt?

 

Klaus Blessing und Manfred Manteuffel decken auf: wie viele dunkle Schatten  hat Joachim Gauck auf seiner angeblich weißen Weste?
Bestseller-Autor Klaus  Blessing – „Die Schulden des Westens“ ist eines Ihrer Lieblingsbücher bei  uns!
Eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der  Amtsführung des Bundespräsidenten!
Viele Dokumente, erstmals in Buchform  veröffentlicht!
Ist Joachim Gauck der richtige Mann für das Amt? – Brisanter  Inhalt, kundig recherchiert, packend formuliert!

 

Das Buch ist für 9,99 EUR zzgl. Versand hier erhältlich: Buchredaktion

Horst Joachimi: Mit offenem Visier - Als Aufklärer des DDR-Nachrichtendienstes von 1977 bis 1981 in New York
 
Er war Diplomat. Offiziell. Aber eigentlich war er Aufklärer, Mitarbeiter der HV A im MfS. In New York arbeitete er bei der UNO. In der Hierarchie der dortigen DDR-Vertretung war er der 1. Sekretär – für die Aufklärung war er der Resident in den USA in den 70er Jahren. Der gelernte Dreher und Stahlwerker beschreibt in seinen Erinnerungen seinen Werdegang und schließlich seine Tätigkeit in den Vereinigten Staaten und bei der UNO. Er leistete seinen Teil in der weltweiten Auseinandersetzung der beiden politischen Weltsysteme, sein Schützengraben im Kalten Krieg war das diplomatische Parkett. Joachimi bekam es mit CIA und FBI zu tun und spürte bald: Er kämpft auf verlorenem Posten. Die Weichen in Moskau wurden anders gestellt als erhofft und vermutet. Joachimi zieht eine kritische Lebensbilanz, ohne seine Arbeit grundsätzlich infrage zu stellen.
 
ISBN 978-3-89793-228-9, 168 Seiten, 14,90 €, Verlag am Park


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